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Schule

Geschichte

Die älteste Nachricht, die uns heute vorliegt, ist die Feststellung, daß 1796 in Cornau bereits
Unterricht stattfindet. Nach einer Aufstellung anhand von Schulberichten besuchen im Jahre 1800
74 Kinder die Cornauer Schule. Sie gehört damit durchaus nicht zu den kleinen Schulen im Kreise.
Immerhin hat der Lehrer hier mehr als doppelt so viele Schüler wie der in Jacobidrebber.

Die Schulgemeinde Cornau reicht zu der Zeit und noch bis nach dem ersten Weltkrieg über die
Grenzen der politischen Gemeinde hinaus. Zu ihr gehören nämlich auch die Mariendrebberschen
Familien von Specken, Uthüserdrebber und Schwarzenriede. Für deren Kinder zahlt, wie aus Proto-
kollen hervorgeht, Mariendrebber zeitweilig „Gastschulgeld" an Cornau, zeitweilig werden die
Speckener Schüler aber auch in der Mariendrebberschen Schule Deckau unterrichtet. Die Einwohner-
zahl „dieser drei Örter" Cornau, Specken und Uthüserdrebber soll um 1900 350 bis 400 betragen.
Cornau gehört damals wie auch heute noch zur Parochie (Kirchengemeinde) Mariendrebber.
Dadurch ist zwar die Schule nicht zwangsläufig Eigentum der Kirche, doch die Pastoren sind bis
nach dem ersten Weltkrieg Ortsschulinspektoren und somit Vorgesetzte der Cornauer Lehrer, per
Gesetz ab 1908 auch Vorsitzende des Vorstandes der Schulgemeinde.
Das heutige Cornauer Schulgebäude ist, wie Cornauer Bürger noch wissen, in den Jahren 1937/38
errichtet worden, und zwar auf einem neuen, bislang unbebauten Grundstück. Das alte Schulge-
bäude steht heute noch als Wohnhaus (Haus Nr. 51) an der Speckener Straße. Hier ist am
14. Februar 1938 zum letzten Male Unterricht gehalten worden. Am nächsten Tage können
38 Jungen und 44 Mädchen in den „festlich geschmückten Neubau" einziehen.
Die Cornauer Schule ist bei ihrer Einrichtung zunächst einklassig, und 1913 unterrichtet z. B. ein
Lehrer alle 127 Kinder. Erst 1923 wird eine zweite Lehrerstelle genehmigt und besetzt. Der Schullei-
ter unterrichtet die 1. Klasse (5. bis 8. Schuljahr), der zweite Lehrer die 2. (1. bis 4. Schuljahr). Als
1950 die Schülerzahl auf 150 steigt, wird eine dritte Lehrkraft eingesetzt. Später wird die Schule
wieder zweiklassig, und 1966 beschließen die Cornauer Eltern, außer den Schülern des 9. Schuljahres
auch die Jahrgänge 7 und 8 nach Drebber umzuschulen.
Diese neue Regelung läuft gerade zur Zufriedenheit aller, da beginnt das Schuljahr 1967/68 - man
hat nunmehr auf Herbstanfang umgestellt - mit „einem Paukenschlag": Infolge des andauernden
Lehrermangels in Niedersachsen und abnehmender Schülerzahlen soll die Schule in Cornau wieder
einklassig werden. Das bedeutet, alle Cornauer Kinder bis zum 6. Schuljahr haben Unterricht bei
einem Lehrer. Antwort der Eltern: Schulstreik. Sogar überregionale Zeitungen berichten davon.
Damit jedoch kann auch keine Lehrkraft nach Cornau geholt werden, und die Schule bleibt einklas-
sig, bis man sich mit dem Schulzweckverband Drebber einigen kann, mit der Mittelpunktschule
gemeinsam Jahrgangsklassen zu bilden und zwei davon jeweils in den Cornauer Klassenräumen zu
beschulen. Die Kinder werden mit einem Schulbus befördert. Diese Regelung ist bis heute geblieben.


Mit dem Lehreramt war einst in den Kirchorten auch das Amt des Organisten und Küsters
verbunden. Auf Titel und Angaben zur Person ist in den folgenden Listen verzichtet worden. Wegen
des häufigen Wechsels gerade in den letzten Jahrzehnten werden nur die alleinigen Lehrer, ersten
Lehrer und Schulleiter aufgeführt.


Caspar Speckmann (um 1740)
Heinrich Christian Sander (um 1840)
Grages (bis 1893) -W. Isensee (1893-99)
Kriete (1899) - August Fischer (1899-1932)
Schiffmann (1932-33) -Heinrich Stelling (1934-38)
Fritz Buldtmann (1938-45)
Bernhard Pohl (1946-51)
Ludwig Mertens (1951-58)
Fritz Drefahl (1958-75)


Quelle: Hans Gerke: Drebber. Chronik des Fleckens Cornau










Quelle: Hans Gerke: Drebber. Chronik des Fleckens Cornau

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